Zweck der Untersuchung: 

Bei der Knochen-Szintigraphie handelt es sich um Stoffwechselbilder der knöchernen Umbauvorgänge.

Diese Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt sein:

  • Entzündliche Knochen- und Gelenkerkrankungen, (z.B. Osteomyelitis, Polyarthritis, Psoriasis), M. Sudeck
  • knöcherne Ursachen für Schmerzen (ossäres Korrelat)
  • Lockerung eines künstlichen Gelenks (TEP-Lockerung)
  • Knochenbrüche oder -prellungen (auch Ermüdungsbrüche)
  • Gewebsuntergang im Knochen (aseptische Knochennekrose – z.B. M. Perthes), Knochenvitalität (z.B. nach Trauma/OP)
  • Knochenmetastasen (z. B. bei Mamma-Ca, Prostata-Ca)
  • Primäre Knochentumoren, M. Paget

Planen Sie für die Untersuchung insgesamt gut 4 Stunden ein.

Untersuchungsablauf

[1] Vorgespräch
In einem ausführlichen Gespräch besprechen Sie mit einem unserer Ärzte Ihre Beschwerden, die bisher durchgeführten Untersuchungen und Behandlungen, sowie den Ablauf der geplanten Untersuchung.

[2] Injektion
Im Anschluss wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in Ihre Armvene injiziert und die erste Aufnahme, die sogenannte „Frühaufnahme“, zur Beurteilung möglicher entzündlicher Veränderungen, erstellt. Allergische Reaktionen gegen die verwendete Substanz sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist deutlich geringer als bei einer Computertomographie. Die Substanz wird über mehrere Stunden langsam im Skelettsystem angereichert und über die Nieren wieder ausgeschieden. Daher ist eine Einwirkzeit von ca. 2 Stunden nötig, bis die sogenannten „Spätaufnahmen“ zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels erstellt werden können.

[3] Wasseraufnahme
Während dieser Einwirkzeit können Sie die Praxis verlassen, Sie sollten jedoch mindestens 1 Liter Mineralwasser trinken und häufig die Harnblase entleeren. Dadurch wird die Aufnahmequalität verbessert. Mineralwasser ist in der Praxis ausreichend vorhanden.

[4] Scan
Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einer großen Kamera, der sog. Gammakamera, die über Ihren ganzen Körper gleitet bez. langsam rotiert. Bei dem Gerät handelt es sich um keine geschlossene Röhre, es ist zu den Seiten hin offen und macht keinen Lärm. Daher werden die Aufnahmen auch bei bestehender Platzangst meistens gut toleriert. Während der gesamten Untersuchung werden Sie durch eine unserer MTAs betreut, die sich ständig in Rufweite befinden.

[5] Archivierung/Druck des Untersuchungsergebnis
Die erstellten Bilder werden auf Papier ausgedruckt und dem behandelnden Arzt zur Befundung vorgelegt.

[6] Nachbesprechung
In einem abschließenden Gespräch bespricht der Sie betreuende Arzt mit Ihnen den Befund. Den Arztbrief sowie die erstellten Aufnahmen bekommen Sie in der Regel gleich mit.